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Alt Erpilla
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Grußwort         

(aus der Festschrift 50 Jahre Heimatorden "Alt Erpilla", 2008)


„Sind Orden und Ehrenzeichen heute noch zeitgemäß?“ Diese Frage, die immer wieder gestellt wird, muss eine zweite Frage nach sich ziehen: „Passt ehrenamtliche Tätigkeit noch in unsere Zeit?“

Die große Bedeutung des Ehrenamtes in unserer Ortsgemeinde würde uns allen sofort bewusst, wenn alle Aufgaben, die ohne Bezahlung erfüllt werden, einmal für kurze Zeit nicht mehr geleistet würden.

  • Es gäbe keinen Ortsgemeinderat, der sich um Schule, Kindergarten, Straßen und alle weiteren öffentlichen Belange kümmert,
  • kulturelle Veranstaltungen würden nur noch in den Städten für viel Geld angeboten,
  • kein Gesang- oder Musikverein könnte die Feste und Feiern im Dorf umrahmen, die es allerdings auch gar nicht mehr gäbe, da sie ja auch alle von den Mitgliedern der verschiedenen Vereine gestaltet werden,
  • unsere Kinder und Jugendlichen hätten außerhalb der Schulen keine Gelegenheit mehr zu vielfältiger sportlicher Betätigung,
  • viele auf die Unterstützung anderer angewiesene Menschen bekämen diese Hilfe nur noch im Zeittakt staatlicher oder kommerzieller Anbieter gegen teure Bezahlung,
  • Schule und Kindergarten erhielten nur noch die allernötigste Grundausstattung, da kein Förderverein durch Veranstaltungen weitere Mittel erwirtschaftet, und
  • im durch Feuer oder Hochwasser ausgelösten Notstand stünde keine Freiwillige Feuerwehr zum Hilfseinsatz bereit.

In einem solchen Ort wäre das Leben nicht mehr lebenswert!

Und damit ist dann auch bereits die Antwort auf die eingangs gestellte Frage gegeben, denn ohne das ehrenamtliche, unentgeltliche Engagement für die verschiedensten Belange unserer Gesellschaft ist das Leben in unserer Ortsgemeinde gar nicht vorstellbar. Wir können mit Recht stolz darauf sein, dass das Ehrenamt in unserer Gemeinde noch eine so große Rolle spielt, dass viele Hunderte von Bürgerinnen und Bürgern in der Kommunalpolitik, in Vereinen, Verbänden und Hilfsorganisationen ehrenamtlich tätig sind. Gerade weil die vielen Aufgaben, die freiwillig erfüllt werden, gar nicht mit Geld zu bezahlen sind, sind sie doch umso mehr des Dankes wert.

Diesen Dank der Allgemeinheit bringt die jährliche Verleihung des Heimatordens „Alt Erpilla“ zum Ausdruck. Auch wenn damit nur eine Person im Mittelpunkt der ehrenden Anerkennung steht, ist der Orden immer auch den zahlreichen Mitwirkenden und der Familie des Geehrten gewidmet, denn ehrenamtliche Tätigkeit bedarf vieler gleich gesinnter Helfer und wohlwollender Unterstützung.

Seien wir froh und stolz, dass Erpel immer noch eine Gemeinschaft aktiver Mitmacher ist, und hoffen wir, dass das gute Beispiel auch in Zukunft Nachahmer findet.
 

                Edgar Neustein

Erpeler Ortsbürgermeister von 1985 bis 2009

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GN 08.05.2017 | heimatorden@gmx-topmail.de