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Alt Erpilla
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Die Stiftung des Ordens


Wann und wie es zu der Idee kam, den „Heimatorden Alt Erpilla“ zu stiften, liegt im Dunkeln. Allerdings finden sich bereits in den ersten Jahren des Nachkriegskarnevals „Verdienstorden“, mit denen langjährige oder außergewöhnlich engagierte Karnevalisten geehrt wurden. So gibt es das Verdienstkreuz von 1949 und im Jahr 1950 den Gesellschaftsorden der Großen Erpeler Karnevalsgesellschaft mit silbernem Eichenkranz für 25-jährige karnevalistische Aktivität.

In den Jahren 1954 bis 1957 lassen sich weitere Verdienstorden nachweisen, die vereinzelt an Vorstandsmitglieder der GEK als besondere Auszeichnungen vergeben wurden, beispielsweise an den Furisto (Schirmherrn) Michael Wirtzfeld (1953 und 1954), den Präsidenten Heinz Schmitz (1954) und den Klamottenschütz Josef Schmitz (1957).

Aus diesen Ehrungen heraus dürfte der Gedanke entstanden sein, einen Orden zu schaffen, der alljährlich nur einmal verliehen werden sollte und mit dem eine ganz besondere Würdigung von persönlichem Engagement und Idealismus zum Wohle des Erpeler Karnevals durch die gesamte Dorfgemeinschaft verbunden wäre.

Die Verknüpfung der Auszeichnung mit außerkarnevalistischen Verdiensten war für die damalige Zeit eine neue und einzigartige Idee. Sie ist bis heute das Fundament für die Besonderheit des Erpeler Heimatordens, dessen Stiftung dem damaligen Bürgermeister Heinz Schmitz, der gleichzeitig Ehrenpräsident der GEK war, zu verdanken ist. In Personalunion konnte er den Stiftungsgedanken im karnevalistischen und gemeindlichen Bereich vorbereiten und den Orden schließlich mit der Ausfertigung der Stiftungsurkunde am 12. Januar 1958 ins Leben rufen.

Aus der im Original erhalten gebliebenen Stiftungsurkunde gehen einige bedeutsame Fakten hervor:

  • Der Name des Ordens ist „Heimatorden Alt-Erpilla”
  • Stifter des Ordens ist die Große Erpeler Karnevalsgesellschaft aus ihrer seit mehr als 50 Jahren bestehenden Aufgabe heraus, die Pflege von alten Sitten und Gebräuchen und einen echten rheinischen Fastelovend zu fördern.
  • Der Orden soll höchstens einmal im Jahr verliehen werden.
  • Die auszuzeichnende Persönlichkeit soll sich um die Erhaltung alter Sitten und Gebräuche in den Gemeinden Erpel oder Heister oder um die Pflege des karnevalistischen Gedankens besonders verdient gemacht haben.
  • Die Verleihung hat in der 1. Sitzung der Session stattzufinden als Ehrung durch die GEK und durch die ganze Dorfgemeinschaft. Dabei erfolgt gleichzeitig die Ernennung des Ordensträgers zum Ehrensenator der Großen Erpeler Karnevalsgesellschaft.
  • Die Verleihung erfolgt ausschließlich und endgültig durch den engeren Vorstand der GEK.

Die Urkunde führt den gesamten amtierenden Vorstand der GEK, den Protokollarius, den Klamottenschötz, den Kommandanten der Stadtsoldaten, die Kommandöse der Prinzengarde sowie das Tanzpaar namentlich auf und ist unterzeichnet vom Ehrensenatspräsidenten und Furisto Michael Wirtzfeld, vom Senatspräsidenten und damit 1. Vorsitzenden Ernst Grundgeiger sowie vom Ehrenpräsidenten Heinz Schmitz.

Aus einem Rundschreiben des Jahres 1959 geht hervor, dass genau jene drei Unterzeichner auch den „engeren Vorstand” der GEK und damit das Wahlgremium für den Heimatorden bilden. Anlässlich der Ordensverleihung wird eine vom jeweiligen Senatspräsidenten, Furisto und Ehrenpräsidenten unterschriebene Ehrenurkunde der Großen Erpeler Karnevalsgesellschaft gefertigt und dem neuen Ordensträger überreicht.

Die außerkarnevalistische Bedeutung des Heimatordens wird von Anfang an und bis heute dadurch öffentlich hervorgehoben, dass der jeweilige Ordensträger durch die Gemeinde Erpel mit einem Empfang im Rathaus und seit Anfang der 70er Jahre mit dem Eintrag ins Goldene Buch geehrt wird, als offizieller Dank für seine Verdienste um die gesamte Ortsgemeinschaft. 

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GN 08.05.2017 | heimatorden@gmx-topmail.de